Grenzüberschreitende Luftrettung in Niebüll
Seit 1. April 2005 kommt in Niebüll (Schleswig-Holstein) ein rot-weißer Rettungshubschrauber der Luftrettung zum Einsatz. Der am Krankenhaus stationierte Hubschrauber ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit.
Mit Inbetriebnahme von „Christoph Europa 5“, so sein Funkrufname, fiel im April 2005 gleichzeitig der Startschuss für die grenzüberschreitende Luftrettung zwischen Deutschland und Dänemark.
Der Hubschrauber wird für Notfälle im nördlichen Teil von Schleswig-Holstein und in Süddänemark eingesetzt. Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen. So benötigt er von der Station Niebüll aus zum Beispiel nur elf Flugminuten, um auf der dänischen Insel Rømø zu landen, die deutsche Insel Föhr erreicht er in nur sieben Flugminuten.
An Bord des Niebüller Rettungshubschraubers fliegen auch dänische Notärzte und Rettungsassistenten des dänischen Rettungsdienstbetreibers Falck A/S. Für Einsätze in Dänemark wird der Hubschrauber von der Leitstelle Nord alarmiert.
Gesundheits-wirtschaft & Welfare Technology
In der deutsch-dänischen Region gibt es bereits hervorragende und international bedeutsame Projekte und medizinische Einrichtungen. Dieses gute Niveau in den kommenden Jahren noch zu steigern ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Zunahme chronischer Krankheiten äußerst wichtig.
Diesem Ziel kommen die gemeinsamen Entwicklungslinien entgegen: Im südlichen Dänemark besteht eine klare Spitzenkompetenz im Bereich Welfare Technology; das nördliche Schleswig-Holstein ist auf technologischen Gebieten führend, wie z. B. bei Kommunikationssystemen sowie in der Technologie und Medizinforschung.
