Deutsch-Dänische Region: Den Blick auf die Infrastruktur richten

Rendsburg, 24.01.2013
Die Investitionen in den Neubau, Ausbau und den Erhalt von Infrastruktur in der Deutsch-Dänischen Region müssen stärker aufeinander abgestimmt werden. Aufgrund der starken Verflechtung Dänemarks und Schleswig-Holsteins im Verkehrs- und Logistikbereich ist eine engere Einbeziehung des jeweiligen Nachbarlandes in die eigenen infrastrukturellen Projekte von besonderer Bedeutung - insbesondere in Zeiten knapper öffentlicher Kassen.
Zu dieser Aussage kamen die Teilnehmer des 3. Logistikfrühstücks der Logistik Initiative Schleswig-Holstein, das am gestrigen Donnerstag gemeinsam mit dem Projekt "Wachstumszentrum- Erfolg für die Deutsch-Dänische Region" in Rendsburg ausgerichtet wurde. 50 Vertreter von Logistikunternehmen und öffentlichen Institutionen kamen auf aktuelle Probleme, wie die fehlenden Bundesmittel für den Ausbau der A20 und der B5, die altersbedingten Probleme der Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals sowie die unzureichenden Bahnverbindung zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark zu sprechen.
"Die Akteure in Schleswig-Holstein und Süddänemark müssen das Bewusstsein dafür schärfen, dass eine Investition auf der einen Seite der Grenze auch Effekte für die andere Seite hat. Es gilt, die Investitionen stärker zu priorisieren, besser aufeinander abzustimmen und z.B. über die gute Arbeit der deutsch-dänischen Verkehrskommission zu formalisieren", konstatierte Stephan Kleinschmidt, Projektleiter des Wachstumszentrums. Das Wachstumszentrum wird diese Formalisierung auch zukünftig unterstützen, damit die infrastrukturellen und logistischen Herausforderungen in der Deutsch-Dänischen Region mit gemeinsamen Maßnahmen gemeistert werden können.
Vom: Wachstumszentrum
Logistik
Die im Logistikgewerbe engagierten Unternehmer nehmen die Chancen von Partnerschaften und Zusammenarbeit über die Grenze hinweg zunehmend wahr. Trotzdem bieten sich weitere Möglichkeiten, um in den nächsten Jahren noch mehr Wachstum zu erreichen!
Der Bereich Logistik ist somit die Basis für eine echte Wachstumsperspektive in der deutsch-dänischen Region. Darum wird es entscheidend sein, die Schwerpunkte u. a. auf Forschung, Weiterbildung von Mitarbeitern, Werbung sowie eine gemeinsame Lobbyarbeit zu legen. Dies alles soll gewährleisten, dass die Region ein leistungsfähiger Knotenpunkt für den Verkehr zwischen Skandinavien und dem übrigen Europa bleibt.
