Lang-LKW-Premiere für EU-Topleute

60 europäische Diplomaten erlebten am Donnertag im Kopenhagener Freihafen bei Anders Nielsen & Co. das erste Mal einen realen Lang-LKW/Modulvogntog. 
In Verbindung mit der EU-Ratspräsidentschaft hat die dän. Regierung beschlossen, sich dafür einzusetzen Lang-LKW in ganz Europa zuzulassen. Der erste Schritt erfolgte, als 60 sogenannte Transportattachés – Diplomaten der Botschaften der Mitgliedsländer in Brüssel, mit Verantwortungen in Transportfragen -  die Möglichkeit erhielten sich den Lang-LKW zu nähern. 

Für die meisten war es das erste Mal, dass sie einen 25,25m langen und bis zu 60t schweren Lang-LKW zu sehen bekamen, welcher den Straßentransport effektiver machen soll und so bei Problemen wie Verkehrsdichte sowie ökologischen aber auch ökonomischen Belangen der Unternehmen Abhilfe schaffen soll. 

„Es steht für die dänische Ratspräsidentschaft, dass man den grenzüberschreitenden Verkehr mit längeren Lastzügen fördern möchte. Als das Verkehrs-/Transportministerium DTL (Dansk Transport og Logistik) darum bat, eine Demonstration eines Lang-LKW zu arrangieren, gingen wir zu Anders Nielsen & Co. um europäischen Schlüsselpersonen zu zeigen, wie ein Lang-LKW im Alltag eines dänischen Transportunternehmen praktisch angewendet wird“, erzählt der unternehmenspolitische Chef von DTL Ove Holm.

Größeres Programm

Die Transportattachés hatten am Freitag ein größeres Programm, bei welchem sie gemeinsam mit den dänischen Beamten die Topleute der dänischen Straßen-, See- und Luftfrachtbranche trafen. Außer der Präsentation des Lang-LKW arrangierte DTL gemeinsam mit der NLA  - Nordic Logistic Assosciation - ein Abendessen an der Kopenhagener Börse.
Während des Besuchs bei Anders Nielsen & Co erklärte Vorstandsmitglied Steen Palm kurz und präzise wie wichtig Lang-LKW für die Unternehmen geworden sind:
„Früher konnten wir nur einen 20- oder 40- Fuß-Container gleichzeitig transportieren, mit einem Lang-LKW können wir häufig zwei Container transportieren und somit die Zahl der Fahrten um 50% reduzieren. Wir reduzieren so nicht nur die CO2-Emmissionen, sondern vermindern darüber hinaus die Verkehrsdichte auf den Straßen“, erzählte Steen Palm.
Derzeitiger Status in der EU ist, dass Lang-LKW (in der EU Eco-Combies genannt) in Schweden und Finnland frei fahren dürfen und in Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und zukünftig auch in Deutschland versuchsweise zugelassen werden.

Von:
Transporttidende, 19.01.2012

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