Aufschwung beim Konferenz-Tourismus

Dänische Spezialisten wie Ärzte, Politiker, Forscher und Manager können Konferenztouristen in die Region Syddanmark holen. Konferenzen stärken Netzwerke, Kompetenzen und Rekrutierung und nützen dem Umsatz.

Dänische Ärzte, Politiker, Forscher und Wirtschaftsmanager reisen heutzutage rund um die Welt, um an Konferenzen und Kongressen teilzunehmen, auf denen sie Neues lernen, Networking betreiben oder neue Projekte präsentieren.
Seit 2012 unterstützt Inspiring Denmark jedoch ein Projekt, bei dem die klugen Köpfe den Pass in der Schublade lassen und stattdessen  Konferenzen ins Land holen.
„Im letzten Jahr haben wir als direkte Folge dieses Einsatzes acht Konferenzen nach Süddänemark geholt“, sagt Diana Andersen, Convention Managerin bei Inspring Denmark.
Das hat viele positive Effekte. Kommt ein Ingenieur oder Arzt als Konferenztourist nach Dänemark, dann gibt er zwischen 2.800 und 3.500 DKK am Tag für u.a. Hotel, Transport, Essen und Shopping aus. Aber der Umsatz ist nur einer der vielen positiven Effekte.
„Man macht Werbung für Süddänemark und unsere Kompetenzen, motiviert Mitarbeiter, vergröβert Netzwerke, hilft bei der Rekrutierung und trägt auch zu einer Steigerung unserer Expertise bei“, sagt Diana Andersen.
Internationales Profil
Das Odense Universitätshospital (OUH) hat die Vorteile erkannt und eine Kooperation mit Inspiring Denmark begonnen. Eine Untersuchung im Herbst bei 350 Personen im Klinisk Institut zeigte, dass ganze 20 Prozent der Mitarbeiter mit dem Gedanken gespielt haben, eine Konferenz oder ein Seminar in ihrem betreffenden Fachgebiet zu veranstalten.
„Aber Forscher haben nicht die Kompetenzen für die Veranstaltung von Konferenzen“, sagt Henrik Villadsen, Direktor am OUH.
„Es ist schwer für sie, sich auf dieses Feld hinauszubewegen, und das ist ganz klar eine Hemmschwelle gewesen. Wenn sie jetzt Hilfe bekommen, bin ich mir sicher, dass noch mehr Leute auf die Idee kommen werden“, sagt er.

Das OUH hat die Kooperation sogar in seine neue Forschungsstrategie eingebaut. Man hat den Ehrgeiz, im Laufe der nächsten fünf Jahre auf drei Eliteforschungsgebieten zu den besten auf internationaler Ebene zu werden. Das erfordert Weitblick.

Die Hauptüberschrift der Strategie ist Internationalisierung. Daher sind internationale Konferenzen so interessant für uns. 
„Gerade auf diesen Konferenzen trifft man sich – so funktioniert es in der Welt der Forschung. Es bedeutet auch sehr viel, dass man diese Konferenzen leitet. Man kann ihnen so die gewünschte Richtung geben. Die Konferenzen, die unsere Eliteforschungsgebiete betreffen, sollen natürlich in Dänemark stattfinden“, sagt Henrik Villadsen.
Das OUH stellt daher eine Verlustgarantie von 1 Mio. DKK als Sicherheitsnetz für Konferenzen, die OUH-Fachleute auf die Beine stellen möchten. Durch die Unterstützung von Inspiring Denmark, Kongresse und Konferenzen hierher zu holen, soll es leichter werden, die Rolle des Gastgebers für solche Veranstaltungen zu übernehmen.
„Wir kümmern uns um all das, was die Experten davon abhält, sich daran zu wagen, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Sie haben das Netzwerk, das Fachwissen, sie haben die eigentliche Kompetenz, die die Leute zum Kommen bewegt. Wir helfen ihnen dabei, die Konferenzen hierher zu bekommen“, sagt Diana Andersen.
Eine noch bessere Expertise als Folge von verstärkter internationaler Kooperation wird den Patienten von Nutzen sein und die Rekrutierung wird ebenfalls einen Aufschwung erleben.
„Es wird uns als Arbeitsplatz attraktiver machen, da man die Möglichkeit für solche Initiativen hat und seitens des OUH wird signalisiert, dass wir die Spezialisierung unterstützen", sagt Henrik Villadsen.

Af: 
Syddanmark NU, tekst: Sune Falther



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Quelle: WIREG GmbH

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